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Horizontale Rotor-Kaskaden-Zentrifuge von IBE

Neue Entwicklung für Hochleistungs-Faserbildung: 0,8–7,2 t/h
IBE Projects GmbH präsentiert eine neue Entwicklung: die horizontale Rotor-Kaskaden-Zentrifuge (Spinner) für eine stabile und präzise gesteuerte Faserbildung über einen breiten Leistungsbereich. Das Konzept verbindet kompakte Bauweise, servicefreundliche Zugänglichkeit und hohe Prozessstabilität – bei gleichbleibend bewährter Aerodynamik der Ausblasung und thermischer Stabilisierung, wie sie auch in unseren vertikalen Lösungen eingesetzt wird.
Grundprinzip
Das System basiert auf einem horizontal angeordneten Rotor mit kaskadenförmig aufgebauter Faserbildungszone. Diese Bauweise ermöglicht:
- gleichmäßige Verteilung der Schmelze und stabilen Austritt über die Perforation,
- reproduzierbare Faserparameter und hohe Prozesskonstanz,
- einfache Wartung und Integration in bestehende Anlagen,
- Skalierung der Leistung ohne Änderung der grundlegenden Prozesslogik.
Leistung und Produktqualität
Die Zentrifuge ist für den industriellen Einsatz ausgelegt:
- ab 0,8 t/h (Pilot- bzw. Linienbetrieb)
- bis 7,2 t/h (Hochleistungsbetrieb)
Bei optimal abgestimmten Betriebsparametern und korrekt eingestellter Ausblasung werden folgende Qualitätskennzahlen erreicht:
- Ausbeute Gutprodukt: > 90 %
- Anteil „Perlen“ (Shots): < 4 %
- Zusätzlich: Bei der Verarbeitung von Basaltschmelze wurde das Wechselintervall des Rotors im Vergleich zu einer Walzenzentrifuge von ca. 80 auf ca. 340 Stunden erhöht – dies reduziert Stillstandszeiten und Betriebskosten deutlich.
Konstruktive Vorteile
1) Präzise dynamische Temperatur- (Viskositäts-) Regelung
Ein intelligentes Regelsystem ermöglicht eine präzise, dynamische Regelung der Schmelzetemperatur während des Zentrifugierens mit ±2°C und passt diese in Echtzeit an. Dadurch bleibt die Viskosität stabil – mit entsprechend reproduzierbarer Faserqualität und minimalen Schwankungen der Fasergeometrie, insbesondere bei Faserdurchmesser (Dicke) und Faserlänge.
2) Stabile Schmelzzuführung
Die Schmelze wird über eine Rinne mit beidseitiger Verteilung zugeführt. Dadurch werden Asymmetrien reduziert, lokale Überfüllungen vermieden und die Prozessstabilität insbesondere in Übergangsphasen verbessert.
3) Schutz des Lagerbereichs und höhere Standzeit
Die Konstruktion umfasst:
- Spindelwelle Ø80-120 mm für hohe Steifigkeit,
- Wasserkühlung der Welle zur Reduktion des Wärmeeintrags in die Lager,
- thermische Abschirmung des Lagerbereichs gegen Strahlungswärme und Verschmutzung.
Das steigert die Zuverlässigkeit – besonders bei hohen Temperaturen und intensiver Ausblasung.
4) Thermischer Vorhang und kontrollierte Strömungsführung
Im Ausblas-Receiver ist ein thermischer Vorhang vorgesehen, der die Temperatur in der Arbeitszone stabilisiert und den Einfluss von Kaltluft-Einträgen reduziert. Das unterstützt eine konstante Schmelzviskosität an der Perforation und verbessert die Faserbildung.
5) Kompakt und leicht zu integrieren
Die horizontale Bauweise ist vorteilhaft für die Aufstellung in der Produktionshalle und die Integration in Prozesslinien. Das modulare Konzept erlaubt eine Anpassung an spezifische Aufgabenstellungen und vorhandene Platzverhältnisse.
Anwendungsbereiche
Die Lösung richtet sich an Anlagen zur Herstellung mineralischer und basaltbasierter Faserprodukte, u. a.:
- Dämmstoffe (Platten, Matten),
- Basaltstapelfaser und komposite Vorprodukte,
- Umwandlung mineralischer Schmelzen in faserige Fraktionen in industriellen Prozessen.
Nächste Schritte
IBE stellt auf Anfrage bereit:
- technische Beschreibung und Aufstellungs-/Layoutunterlagen,
- Auslegung der Betriebsparameter nach gewünschter Leistung und Schmelzeeigenschaften,
- Integrationskonzepte für vorhandene Öfen, Ausblasung und Abscheidesysteme,
- Beratung zu Inbetriebnahme und Optimierung.
Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.